Nahwärmenetze & Heizwerke
Von der Machbarkeitsstudie bis zur Bauleitung: Planung und Projektierung von Nahwärmenetzen und Heizwerken für Gemeinden,
Genossenschaften und Landwirte – mit rund 50 realisierten Projekten in Bayern.
Nahwärmenetze versorgen Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen effizient über eine zentrale Wärmequelle und ersetzen Einzelheizungen. Ihr Anteil am Wärmebedarf liegt erst bei etwa 10 % – das Ausbaupotenzial ist groß.
Als Ingenieurbüro in Puchschlagen planen wir Nahwärmenetze und Heizwerke für Kommunen, Genossenschaften, Landwirtschaft und Unternehmen – von kleinen Netzen bis zu großen Projekten wie in Fuchstal. Wir arbeiten technologieoffen (z. B. Hackschnitzel, Wärmepumpen, Abwärme) und beraten auch zu passenden Förderprogrammen wie KfW, BAFA oder TFZ BioWärme.
Planung & Projektvorbereitung
Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsanalysen (eigene Software KoNaS), Heizkostenvergleiche, technische Auslegung, Netzplan und HOAI-konforme oder stundenbasisierte Abrechnung.
Förderanträge & Genehmigungen
Förderanträge bei KfW, BAFA BEG, BAFA BEW, TFZ BioWärme und weiteren Programmen – vollständig gestellt, damit alle verfügbaren Zuschüsse ausgeschöpft werden.
Realisierung & Optimierung
Ausschreibung, Firmenauswahl, Bauleitung und Optimierung bestehender Netze. Wir begleiten Ihr Projekt von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb.
Kommunen & Gemeindewerke
Gemeinden, die ihre Bürger mit erneuerbarer Wärme versorgen möchten. Wir planen das Netz, stellen Förderanträge und begleiten die Realisierung – von der Machbarkeitsstudie bis zum Betrieb.
Energiegenossenschaften
Bürgerenergieprojekte, die eine dezentrale Wärmeversorgung für ihren Ort aufbauen möchten. Wir kennen die spezifischen Anforderungen genossenschaftlicher Projekte aus der Praxis.
Landwirte & Biogasbetreiber
Betriebe mit Biogasanlage, Hackschnitzellager oder Abwärmepotenzial – wir planen das Nahwärmenetz, das die vorhandene Energie optimal nutzt und erschließt.
Was macht Nahwärme so attraktiv?
Ein Nahwärmenetz bündelt die Wärmeerzeugung zentral, steigert die Effizienz und ermöglicht den Einsatz erneuerbarer Energien.
Vorteile: klimafreundlich durch geringere CO₂-Emissionen, wirtschaftlich durch stabile Preise und regionale Wertschöpfung, komfortabel ohne eigene Heiztechnik, gemeinschaftlich für ganze Orte oder Quartiere und flexibel erweiterbar.
Das „dänische Modell“ zeigt die Praxis: große Luft-Wärmepumpen kombiniert mit Pufferspeichern sorgen für eine hocheffiziente, zukunftssichere Wärmeversorgung.
Das dänische Modell
Wärmeerzeugung mit einer zentralen Luft-Wärmepumpe (hier 600 kW mit Kältemittel R744 CO2) in Verbindung mit einem großen Pufferspeicher und nachgeschaltetem Nahwärmenetz (niedrige Rücklauftemperaturen)
Heizwerk Seefeld Schlecht
Hackschnizel-Heizwerk (Holzhandel Schlecht) und Nahwärmenetz (Energie-Genossenschaft Fünfseenland eG) Seefeld, 82229 Seefeld, Projektierung, 1.568m Länge, 22 Anschlussnehmer, 700kW Hackschnitzelkessel für nassen Brennstoff WG50 aus einem Sägewerk, 2015-2020
Nahwärme Unterbachern
Wärmeversorgung aus der Abwärme einer Biogasanlage sowie einer Hackschnitzel-Heizung, Versorgung von Wohngebäuden/Gärtnerei/Trocknung (2021-2024)
Nahwärme Jetzendorf
Nahwärme Jetzendorf GmbH: 250 kW Hackschnitzelkessel (Fabrikat Heizomat) mit nachgeschaltetem Nahwärmenetz (Schule & Wohnhäuser in Jetzendorf) (2020-2021)
Nahwärme 86925 Fuchstal (Energiezukunft Fuchstal)
Rund 200 Objekte sind über erdverlegte Kunststoffleitungen (PEXa) angeschlossen, Wärmeerzeugung aus einer Biogasanlage mit Hackschnitzelheizung, Power-to-Heat (PtH) (Umwandlung des überschüssigen PV- und Windstroms in Wärme), 6.000m³ Pufferspeicher, Batteriespeicher
Nahwärme Sielenbach (2019)
Wärmeerzeugung in einer Biogas-Anlage, Versorgung der eigenen Ställe und Wohngebäude in Sielenbach, jährlich werden rund 400.000 L Heizöl eingespart
Als Faustregel gilt: Ab bereits 2 Abnehmern mit ausreichendem Wärmebedarf (Volllaststunden) kann ein Nahwärmenetz wirtschaftlich sinnvoll sein. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt von der Trassenführung, dem verfügbaren Energieträger und den lokalen Gegebenheiten ab. Eine Machbarkeitsstudie schafft belastbare Zahlen als Entscheidungsgrundlage.
Wir sind technologieoffen. Gängige Lösungen sind Hackschnitzel-Heizwerke (besonders bei verfügbarem Holz aus der Region), Großwärmepumpen (Luft, Erdreich, Gewässer), Abwärme aus Biogasanlagen, Power-to-Heat sowie Kombinationen davon. Was passt, hängt von Standort, verfügbaren Ressourcen und dem Wärmebedarf ab.
Für Neu- oder Ausbau von Nahwärmenetzen sind vor allem BAFA BEW (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze), BAFA BEG (für Einzelmaßnahmen), TFZ BioWärme (Bayerisches Staatsministerium, für Hackschnitzel-Heizwerke) und KfW-Kredite relevant. Wir prüfen alle Optionen und stellen die Anträge vollständig.
Die Planungskosten orientieren sich am Projektumfang und werden nach HOAI oder auf Stundenbasis abgerechnet. Da eine fundierte Planung maßgeblich über den Projekterfolg entscheidet, empfehlen wir, hier keine Abstriche zu machen. In einem Erstgespräch geben wir eine Einschätzung des Aufwands, bevor Sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden.
Von der Machbarkeitsstudie bis zur Inbetriebnahme rechnen Sie bei einem mittleren Projekt (20–100 Abnehmer) mit 12–24 Monaten. Die Planungsphase inklusive Förderanträge und Genehmigungen dauert in der Regel 6–12 Monate, der eigentliche Bau 3–6 Monate.
Ein Hackschnitzel-Heizwerk verbrennt Holzhackschnitzel und erzeugt daraus Wärme – klimaneutral, wenn regional erzeugtes Holz eingesetzt wird. Eine Großwärmepumpe entzieht der Luft, dem Erdreich oder Gewässern Wärme und verstärkt diese elektrisch. Beide Technologien sind für Nahwärmenetze geeignet; die Wahl hängt von verfügbarer Energiequelle, Wirtschaftlichkeit und dem lokalen Kontext ab.
Ja – die Optimierung bestehender Netze ist ein eigenständiger Leistungsbereich. Wir analysieren den aktuellen Betrieb, identifizieren Verluste und Einsparpotenziale und entwickeln Maßnahmen zur Verbesserung von Effizienz und Wirtschaftlichkeit.
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